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Aus der Arbeit des Vereins

Fazit vom Akustiktest: Teppich raus!

Mit Muskelkraft den Teppich entfernt

Nachhall in der Trinkhalle bereitet jedoch Probleme / Gebäude soll im November weitgehend fertig sein

Artikel aus der »Der Enztäler« vom 12.08.2006
Von Heinz Ziegelbauer

Bad Wildbad. Gerne hätte der »Förderverein Trinkhalle« den jetzt mit einem größeren Arbeitseinsatz freigelegten und leicht zu reinigenden Steinplatten-Boden in der Trinkhalle belassen. Dagegen spricht allerdings ein Nachhall bei Musikveranstaltungen. Das stellten am Donnerstagabend bei einer Akustik-Probe der Chef des Kurorchesters, Marcel Baluta, und zwei weitere Musiker des Orchesters fest (der Enztäler berichtete).

 

Am vergangenen Wochenende waren der Vorsitzende des Fördervereins, Martin Hohloch, seine Vorstandskollegen Wilfried Rist, Markus Eitel und Architekt Hans-Henning Sass sowie Helmut Bürkle, Wolfgang Treiber, Martin Koch, Dr. Konrad Finke und einige weitere Helfer aus Wildbader Vereinen im Einsatz. Sie entfernten aus der Trinkhalle den Teppichboden mit seiner Gesamtfläche von etwa 1 000 Quadratmetern. Eigentlich waren es zwei Teppichböden. Wie Martin Hohloch herausfand, wurde in der im Jahre 1934 fertiggestellten Trinkhalle Tennis gespielt, und das auf einer grünen, filzartigen Unterlage. Darüber war dann der braune Teppichboden gelegt worden.

Trotz der Unterstützung durch einen »Oldtimer-Traktor« beim Zusammenschieben des Teppichs war es »eine richtige Knochenarbeit, weil er wie Pech und Schwefel gehalten hat«, sagte Hans-Henning Sass. Um den Besuchern der Trinkhalle bei Musikveranstaltungen einen optimalen Hörgenuss zu bieten, will sich der »Förderverein Trinkhalle« von einem Akustiker beraten lassen. Er soll insbesondere untersuchen, ob die gesamte Trinkhalle oder nur der vordere Teil mit einem Teppichboden ausgestattet werden muß. Für die gesamte Halle rechnet man beim Förderverein mit Kosten in Höhe von etwa 25 000 Euro.

Voll im Gange sind derzeit die Elektroarbeiten als größtes Einzelgewerk mit einem Auftragsvolumen von etwa 180 000 Euro, so Sass. Dabei geht es unter anderem um die allgemeine Stromversorgung, den Brand- und Blitzschutz, die Bühnenbeleuchtung und um die akustische Anlage.

Martin Hohloch und Hans-Henning Sass hoffen, dass die renovierte Trinkhalle im November in Betrieb gehen kann. Lediglich Malerarbeiten müssten dann noch erledigt werden. Gut macht sich schon jetzt die kürzlich eingebaute Glaswand, die das Foyer von der Halle trennt.

Außerdem bekam die Hallendecke eine neue Dämmung und die Glasfenster wurden ausgetauscht.

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Mit einem Oldtimer-Traktor wurde der von einer Arbeitsgemeinschaft des »Förderverein Trinkhalle« gelöste Trinkhallen-Teppichboden mit seiner Fläche von rund 1 000 Quadratmetern zusammengeschoben. Nach getaner Arbeit freuten sich darüber (von links) Hans-Henning Sass, Martin Koch, Wilfried Rist, Markus Eitel und Martin Hohloch. Foto:Ziegelbauer