Im Winter 2005 gehts los

Trinkhallen-Renovierung im Winter

Artikel aus der „Pforzheimer Zeitung“ vom 15.10.2005
PZ-Mitarbeiter Götz Bechtle

Förderverein muss Arbeiten in Angriff nehmen – Von neuen Fenstern bis zum Beleuchtungssystem

Bad Wildbad. Viel Arbeit liegt vor dem Wildbader Förderverein Trinkhalle. Hans-Henning Saß, stellvertretender Vorsitzender, gab bei der Hauptversammlung einen Überblick über den Stand der Planung und das Gesamtkonzept. Als zukünftig vielseitig genutzter Veranstaltungs- und Versammlungsort sind in Ausstattung und Gestaltung viele Bedingungen zu erfüllen, um einen geregelten Betrieb zu gewährleisten. Eine Reihe von Reparaturen und Modernisierungen sollen in diesem Winter erfolgen. Die Toilettenanlage sowie die Küche müssen erneuert, in der Halle kleinere Nebenräume geschaffen werden. Wichtig ist die Verbesserung der Unterdecke, die Schaffung eines neuen Beleuchtungssystems – auch für die Bühne - , vor allem die Erneuerung der bisher einfach verglasten Fenster sowie die Sanierung der Terrasse. Diese Arbeiten sollen im Winterhalbjahr erfolgen.
Der Vorsitzende Martin Hohloch zeichnete in seinem Rückblick die Aktivitäten auf, die seit Januar 2005 erfolgten. Damals beschloss die Mitgliederversammlung den Erwerb der Trinkhalle, was dann im Juni erfolgte. Zuvor waren eine Vielzahl von Arbeiten durchzuführen, vor allem bisher nicht bekannte Schäden (Heizung, Kellerwasser, verstopfte Abflussrohre) zu beseitigen. Die Suche nach einem neuen Pächter, der bereit war, selbst zu investieren, sowie die Erstellung der Vollkonzession war ebenfalls erfolgreich.

Bewährungsprobe bestanden

Im Juli hatte die Halle ihre erste Bewährungsprobe unter dem neuen Besitzer zu bestehen: Die „Tour de Ländle“ machte mit rund 3500 Teilnehmern Mittagspause, eine Veranstaltung, die erfolgreich gemeistert wurde. Im Juli fanden Abschlussfeiern der Schulen in der Trinkhalle statt, die Trinkhallen-Illumination lockte im August viele Besucher. Weitere Veranstaltungen sind bereits geplant.
Vorstandsmitglied Wilfried Rist lobte den zügigen Verlauf der Verkaufsverhandlungen und wies auf die Notwendigkeit eines „Dreieckvertrags“ zwischen Staatsbad, Stadt Bad Wildbad und Förderverein hin. Wie hoch die Grunderwerbssteuer – die Trinkhalle wurde zum symbolischen Wert von einem Euro an den Förderverein übertragen – schließlich sein wird, müsse vom Finanzamt festgelegt werden. Der Trinkbrunnen, der wesentlicher Bestandteil der Trinkhalle ist, soll nach Fertigstellung der Bauarbeiten im nächsten Jahr wieder aufgestellt werden.
Ein kleiner Überschuss, so Kassier Jochem Wamser, konnte im vergangenen Jahr erwirtschaftet werden, trotz großer Ausgaben für Reparaturen. Leider sei die Zahl der Mitglieder (Ende 2004: 232) wegen Wegzugs leicht rückläufig. Die Neuwahlen bestätigten alle Mitglieder der Fördervereinsleitung in ihren Ämtern.
Die nächste Veranstaltung ist das Herbstkonzert des Musikvereins am heutigen Samstag.