• Topbanner2

Presseartikel

Einmalige Wild-West-Show in der Trinkhalle

Ein großer Abend des Musikvereins

Artikel aus dem „Wildbader Anzeigenblatt mit Calmbacher Bote“vom 20.05.2009

Es war eine Wucht! Nicht zu unübertreffen! Um es vorweg zu sagen: diese Begeisterung bezieht sich auf das Jahreskonzert des Musikvereins Wildbad am Samstagabend in der Trinkhalle.

Zuerst einmal ein Hoch auf die Besucher, rund 600 kamen, es gab keine freien Plätze mehr! Und ein noch größeres Hoch auf die vielen Aktiven des Musikvereins. Schon beim Betreten der Trinkhalle fielen die flotten Cow-Girls an der Kasse auf, und wer sich anschließend die Bühnendekoration betrachtete, der konnte nur staunen: Strohballen, Sattel, Zaumzeug, Zelt, Kakteen, Cowboyhütte, Ponchos, Indianerdecken, Wagenräder, Planwagen und ein Totempfahl wiesen direkt in den durch Pendeltüren erreichbaren Western-Saloon, der sich auf der Bühne befand.

 

Wochenlange Vorarbeit hatten die Musikfreunde investiert, um nicht nur die Bühnendekoration so passend wie möglich zu gestalten, sondern
auch die Musiker für das Show-Programm „Wilder Westen“ bestens zu kostümieren, wobei Häuptling Martin Winnetou Koch natürlich das musikalische Lasso führte. Beim ersten Auftritt der Jugendkapelle, die standesgemäß durch den Saal einmarschiert war, fuchtelte er allerdings mit
zwei Pistolen statt eines Dirigentenstabs. Die 14 jungen Musiker überzeugten musikalisch mit „Guns and Cowboys“. „Der mit dem Wolf tanzt“, einem Western-Medley und „Saddle and Spurs“ und als Zugabe wurde dann noch „Das rote Pferd“ gesungen, getanzt und das Publikum mit einbezogen. Ein klasse Auftakt!

09052001-1

Aufzug der Jugendkapelle mit Gaucho Martin Koch (links)

Die symphonischen Klangstudie „Oregon“ entführten die Besucher musikalisch in den Wilden Westen, wobei man die Weite, das Rattern der Eisenbahn oder das Hufgeklapper der Pferde klanglich mitempfinden konnte. Reisebegleiterin war Jugendleiterin Vanessa Podak, die das Programm moderierte und natürlich außerdem glänzend Klarinette spielte. „Mazama“ nannte sich ein weiteres Stück mit ungewöhnlichen Klangfolgen, dem die Rede von „Chief Seattle“ dem Häuptling der Duwamish vorausging, in der er sich durchaus philosophierend über den Sinn und Unsinn der Landnahme äußerte und damit durchaus einen Bezug zur heutigen Zeit mit der Über-Nutzung der Natur herstellte.

09052001-2

Revuegirls beim Can-Can mit Feuerwerk

Solch ernste und nachdenklich machende Zwischentöne wurden abgelöst vom „Cotton Eyed Joe“, einem der bekanntesten Volkslieder in Nordamerika, das nicht nur von den Indianern und Cowboys auf der Bühne vorgetragen, sondern gleich als Country-Western-Dance vor der Bühne vorgeführt wurde, um dann mit einigen Tanzbegeisterten aus dem Publikum wiederholt zu werden. Mit der Filmmusik „Die glorreichen Sieben“ steigerte sich der Hörgenuss, zumal es anschließend auf der Bühne zwischen den beiden Posaunisten Probleme gab, weil entweder der Eine falsch spielte oder der Andere falsch hörte. Häuptling Winnetou Koch löste den Streit mit einem musikalischen Duell „Posaunenflirt-Polka“, bei dem die beiden Posaunisten Hans-Jörg Pfeiffer und Markus Bott schließlich ihren Streit gütlich beschlossen. Selbst Zorro trat auf, der erste amerikanische Superheld, peitschenknallend, während von der Bühne die Erkennungsmelodie von Zorro zu hören war.

 

09052001-3

Alle Aktiven, Musiker, Tänzer und Sänger sind froh, die Show so erfolgreich abgeschlossen zu haben.

„Morricone Classics“ wurde eröffnet mit den berühmten Mundharmonika-Klängen von „Spiel mir das Lied vom Tod“, weit hinten im Saal ins Mikro gehaucht, dem weitere bekannte Morricone-Melodien folgten. „Winnetou-Classics“ und die Titelmelodie „Die Waltons“ rundeten die Super-Show ab, und wie in der Walton-Serie verließen anschließend Indianer, Squaws, Cowboys und -girls ziemlich müde die Bühne bis schließlich der Mann mit der Tuba auch noch aufgab.…

Tosender Applaus an die Mitwirkenden der fernsehreifen „Wilder Westen“-Produktion, die kaum mehr getoppt werden konnte. Dachte man, aber plötzlich tauchten aus dem Saal vier Revue-Girls auf und tanzten zu den schwungvollen Klängen der inzwischen wieder auf der Bühne sitzenden Stadtkapelle einen tollen Can-Can, der mit einem Prachtfeuerwerk endete. Begeisterter Jubel im Saal, und großes Kompliment an alle Mitwirkenden und den Initiator Martin Koch, der viele tolle Ideen und außergewöhnlich viel vorbereitende Arbeit mit diesem Abend hatte. Er stellte Musik, Choreographie, Dekoration, Ausstattung und Moderation zusammen – bei der Jugendkapelle moderierte übrigens Katrin Pfeiffer – und studierte mit den absolut begeisterungsfähigen Laienmusikern in unzähligen Proben und einem speziellen Probenwochenende diese Wild-West-Show ein, die wirklich einmalig war.