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Presseartikel

Hauptversammlung 2008

Hauptversammlung Förderverein Trinkhalle:

Neue Strategien für zweiten Bauabschnitt notwendig

Artikel aus dem „Wildbader Anzeigenblatt“ vom 03.12.2008

Zügiger Ablauf, viel Inhalt, wenig Geld – das ist das Resumée zur Hauptversammlung des Fördervereins Trinkhalle Wildbad e. V., die am Donnerstagabend im Kurpark-Restaurant stattfand.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Martin Hohloch ergriff zuerst Bürgermeister Mack das Wort, der die bisher durchgeführten baulichen Maßnahmen des ersten Bauabschnitts an der Trinkhalle lobte, ebenso wie die Veranstaltungen, die zahlreiche Besucher in die Trinkhalle gebracht hätten.

 

Die finanziellen Mittel für den zweiten geplanten Bauabschnitt hingegen zu erhalten erfordere neue Strategien. So hoffe man, über die Stadtsanierung Mittel aus dem Ausgleichstock zu erhalten, da in den letzten Tagen die Aufnahme der zwei Sanierungsgebiete in Wildbad und Calmbach in das Landessanierungsprogramm zugesagt worden sei. Da der Förderverein eine „Dienstleistung für die Stadt“ betreibe, nämlich die Nutzung der Trinkhalle als Veranstaltungs- und Tagungsstätte, habe man gemeinsam mit dem Förderverein nach weiteren Lösungen gesucht.

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Ein Teil der Führungsmannschaft des Fördervereins Trinkhalle mit den grafischen Darstellungen der letzten Jahre: Martin Koch (Spenden), Martin Hohloch (Beiträge), Hans-Henning Saß (Heizungskosten) und Jürgen Lutz (Mieteinnahmen) (von links).

Der Betrieb der Trinkhalle, so Hohloch in seinem Geschäftsbericht, sei gesichert. Seit der Wiedereröffnung mit einer großen Veranstaltung durch das Schwarzwaldmusikfestival im vergangenen Jahr habe man außer den verschiedenen Veranstaltungen vor allem nach Möglichkeiten gesucht, um den geplanten zweiten Bauabschnitt zu finanzieren. In gewissem Sinne, so Hohloch, sei es frustrierend, dass die „Zuschusstöpfe“ wie Landesstiftung, Denkmalpflege, Denkmalstiftung und andere entsprechend ihren Richtlinien keine Zuschüsse gäben. Auch die Einschaltung der Politiker sei ohne Ergebnis geblieben. Nun hoffe man, im nächsten Jahr Finanzmittel aus dem Landessanierungsprogramm zu erhalten.

Sieben Veranstaltungen für 2009 bereits gebucht

Neu sei die Bezeichnung „Kulturzentrum Trinkhalle“, da vor allem in Nord- und Westdeutschland eine Trinkhalle eine Art Stehbierkneipe darstelle, und man diese Identifikation keineswegs für die Bad Wildbader Trinkhalle wolle. Hans-Henning Saß, erster Stellvertreter des Vorsitzenden des Fördervereins, Architekt von Beruf, gab anschließend einen Überblick über die weiteren Baumaßnahmen, die einen Kostenaufwand von über 450.000 Euro erforderten.

Den Betrieb der Trinkhalle, sozusagen das Hallenmanagement, erledigt Jürgen Lutz gemeinsam mit Helmut Bürkle. Lutz wies in seinen Ausführungen darauf hin, dass die Trinkhalle bisher noch nicht professionell vermarktet werden könne, da vieles noch fehle. 2007 habe man 20 Veranstaltungen, dagegen 22 im Jahr 2008 durchführen können, und für 2009 seien bereits sieben weitere gebucht. Bei der zweiten Soirée Rossini habe man wiederum feststellen können, dass die Halle für große Veranstaltungen bestens geeignet sei. Für Hochzeiten werde die Halle nur noch mit dem Catering durch den Pächter des Kurpark-Restaurants vergeben.Den Kassenbericht trug Martin Koch vor, der Mitte dieses Jahres die Kassengeschäfte vom gewählten Kassier Jochem Wamser übernommen hatte, da dieser beruflich nicht mehr in Bad Wildbad tätig war. Den Gesamteinnahmen von rund 105.000 Euro stünden Ausgaben von 206.000 Euro gegenüber, wobei eine Umsatzsteuerrückerstattung in Höhe von knapp 100.000 Euro noch ausstehe und damit der Kassenstand fast ausgeglichen würde. Mit grafischen Darstellungen zeigte Koch Spenden, Beiträge, Heizkosten und Mieteinnahmen der Jahre 2005 bis 2008 auf. Vor allem wünschte sich Koch, dass wieder eine neue Spendenaktion durchgeführt werden sollte.

Wolfgang Plappert, der zusammen mit Siegfried Möhrer die Kasse geprüft hatte, lobte die einwandfreie und professionelle Gestaltung der Abrechnung, wobei keinerlei Unstimmigkeiten festgestellt werden konnten, so dass die Versammlung einstimmig der Entlastung von Kassier und Vorstandschaft zustimmte. Ebenso einstimmig wurde Martin Koch zum neuen Kassier gewählt. Er war bisher zweiter Stellvertreter des Vorsitzenden, wird dieses Amt jedoch im Geschäftsjahr nicht wahrnehmen. Bei der nächsten Hauptversammlung soll für ihn ein Nachfolger gewählt werden.
Der zum Ende dieses Jahres auslaufende Kredit über 200.000 Euro wurde auf Antrag der Vereinsführung und nach Zustimmung der Versammlung bis zum „Abschluss des zweiten Bauabschnitts“ verlängert. Vorstandsmitglied Wilfried Rist begründete dies damit, dass man zwar den Restbetrag dieses Kredits im Jahre 2009 hätte zurückzahlen können, jedoch die geplanten Baumaßnahmen vorfinanzieren müsse, um erst danach die Zuschüsse zu erhalten.

Wie Martin Hohloch abschließend mitteilte, habe auch das Festival „Rossini in Wildbad“ großes Interesse nach Abschluss des zweiten Bauabschnitts mit Veranstaltungen die Trinkhalle zu nutzen. Eine in der Aussprache vorgeschlagene Erhöhung der Nutzungsgebühren wäre allerdings vor der Fertigstellung aller Baumaßnahmen nicht sinnvoll.