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Presseartikel

Finanzierungs-Konzept erarbeitet

Grünes Licht für Finanz-Plan

Konzept für Wildbader Trinkhallen-Sanierung steht – Stadt muss Geld zuschießen – Landratsamt: Investition in Zukunftsprojekt

Bad Wildbad. Die Finanzierung für das 1,2 -Millionen-Projekt „Wildbader Trinkhalle“ ist in trockenen Tüchern – auf dem Papier. Gibt das Finanzministerium seine Zustimmung, kann die Sanierung angepackt werden.

Von PZ-Redaktionsmitglied Nadine Schmid
Artikel aus der „Pforzheimer Zeitung“ vom 30.11.2004

Der Förderverein Trinkhalle hat mit dem Landratsamt und der Stadt Bad Wildbad ein Finanzierungs-Konzept erarbeitet.

 

Die für die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes veranschlagten 1,2 Millionen Euro sollen sich wie folgt zusammensetzen: 90 000 Euro stellt die Stadt, 70 000 Euro muss der Förderverein bringen, 138 000 Euro kommen von der Städtebauförderung des Landes, 162 000 Euro hat das Regierungspräsidium Karlsruhe kürzlich aus dem Ausgleichsstock zugeschossen und rund 750 000 Euro soll das Finanzministerium zahlen. Bei der Aufstellung sind keine Mittel aus dem Denkmalschutz-Topf miteinberechnet. Würden die bewilligt, wären die Anteile aller Beteiligten kleiner.

Mehr Geld vom Ministerium

n den nächsten Wochen soll nun das Finanzministerium diesem Konzept zustimmen. In der Konsequenz würde eine positive Beurteilung bedeuten, dass das Ministerium einen um rund 250 000 Euro erhöhten Betrag zur Sanierung geben müsste. Ursprünglich wollte das Land das Gebäude zum symbolischen Betrag von einem Euro verkaufen und 511 00 Euro zuschießen. Soviel hätte der Abbruch des rund 70 Jahre alten Gebäudes gekostet. „Wenn das Finanzministerium zustimmt, müssen die entscheidenden Entschlüsse schnell getroffen werden“, sagt der Wildbader Stadtbaumeister Peter Jung-Teltschik. Im Haushalt müsste der Betrag von 90 000 Euro, von dem Jung-Teltschik hofft, „dass es noch weniger wird“, unter „städtebauliche Erneuerung“ aufgeführt werden. Die Stadt muss einen Teil der Sanierungs-Kosten übernehmen, sonst bekämen die Wildbader keinen Zuschuss zur Städtebauförderung.

Das Landratsamt hat grünes Licht für die mit einer Haushaltssperre belegte Stadt gegeben. „Wir stellen Bad Wildbad keinen Freibrief aus“, sagt Roland Bernhard, stellvertretender Landrat des Landkreises Calw. Dadurch, dass der Eigenanteil der Stadt gegenüber bisherigen Konzepten aber deutlich gesunken sei und sich ein tragbares Finanzierungskonzept abzeichne, stehe man dem Konzept positiv gegenüber. Bernhard sieht das Projekt Trinkhalle, das in den vergangenen Monaten auch vom Landratsamt begleitet wurde, als Zukunftsinvestition.

Zahlen mit Vorsicht genießen

Hans-Henning Saß, einer der stellvertretenden Vorsitzenden des Trinkhallen-Fördervereins, hat auch mit am Finanzierungs-Konzept gearbeitet. „Die Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen“, sagt der Architekt. Der schlimmste anzunehmende Fall sei berechnet worden. „Wir haben dabei sämtliche Denkmalschutzmittel außen vor gelassen“, sagt Saß. Diese Mittel werden erst in Aussicht gestellt, wenn der Förderverein als Besitzer der Trinkhalle feststeht, also dann wenn aus dem Finanzministerium ein „Ja“ zum vorgestellten Konzept gekommen ist. Wenn rund 200 000 Euro Denkmalschutzgelder fließen würden, wären auch der Eigenanteil der Stadt und die Kosten des Vereins niedriger, sagt Saß. 52 000 Euro müsste die Stadt dann noch berappen, der Verein müsste rund 40 000 Euro aufbringen. Sobald die Verträge unterschrieben sind, will sich der Förderverein um Spender kümmern.