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Presseartikel

Verhandlungen in entscheidender Phase

Verhandlungen in entscheidender Phase

Förderverein hofft auf weitere 250 000 Euro vom Finanzministerium für Trinkhalle

Artikel aus dem „Enztäler“ vom 15.07.2004

Bad Wildbad. Die Verhandlungen um die Wildbader Trinkhalle befinden sich in der entscheidenden Phase. Das machten Bürgermeister Walter Jocher, der Vorsitzende des Fördervereins Trinkhalle Wildbad, Martin Hohloch, der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Hans-Henning Sass, sowie Markus Eitel vom Vorstand des Fördervereines bei einem Pressegespräch deutlich. Der Verein möchte das Gebäude vom Land übernehmen. Sass teilte weiter mit, dass in der nächsten Woche wichtige Gespräche im Finanzministerium stattfinden.

Bislang ist das Ministerium, das für das Land verhandelt, lediglich bereit, 511 000 Euro zu bezahlen. Der Förderverein fordert jedoch 750 000 Euro, um die Sanierung der Trinkhalle schultern zu können. Als wichtiges Argument führt Hohloch an, dass das Staatliche Vermögens- und Hochbauamt in Pforzheim bereits 1998 an diesem Gebäude einen Rückstand bei den Unterhaltsleistungen von 1,4 Millionen Mark und damit fast exakt diejenige Summe festgestellt hat, die der Förderverein nun fordert.

Sollte Stuttgart tatsächlich die Mittel gewähren, könnte der Förderverein mit weiteren 250 000 Euro aus dem Topf für Städtebauförderung der Kommunalentwicklung Baden-Württemberg (KE) rechnen. Doch die Zeit drängt. Wie Hans-Henning Sass verdeutlichte, hat der Verein den Antrag bei der KE noch in diesem Jahr zu stellen: »Es muss kurzfristig klappen, oder es klappt überhaupt nicht.«

Sollte alle funktionieren, hätte der Förderverein schon mal einmal eine Million Euro beisammen. Mit diesem Geld könnte er die Trinkhalle grundlegend sanieren. Dabei geht es darum, die Substanz des Gebäudes zu erhalten und Restaurant sowie Toiletten auf Vordermann zu bringen.

Dafür sind rund 900 000 Euro notwendig. Der Restaurantbetrieb sei wegen der Pachteinnahmen besonders wichtig, so Jocher.

04071501-1Die Trinkhalle ist für das »Kulturquadrat« der Stadt unverzichtbar.
Foto: Krokauer

Zukunftsmusik ist laut Sass dagegen eine Modernisierung der Trinkhalle in einem zweiten Bauabschnitt. Sie würde noch einmal rund 600 000 Euro kosten. Dabei wäre der Verein auf Gelder vom Landesdenkmalamt sowie von diversen Stiftungen angewiesen. »Diese Gelder werden jedoch auf keinen Fall in diesem Jahr noch fließen können«, so Sass realistisch.

Sowohl der Vereinsvorsitzende Hohloch als auch der Schultes Jocher machten deutlich, wie wichtig die Trinkhalle für die Stadt ist. Sie bilde zusammen mit dem Kurhaus, dem Haus des Gastes und dem Kurtheater das »Kulturquadrat« der Stadt. Denn nach dem vom Förderverein vorgelegten Nutzungskonzept sei die Trinkhalle besonders für Kurkonzerte, Kunstausstellungen, Kleinmessen und generell für Großveranstaltungen mit bis zu 1000 Besuchern geeignet.

Das Kurhaus sei dagegen für das Rossini-Festival, Jazzkonzerte und mittelgroßer Veranstaltungen mit bis zu 450 Besuchern passend. Das Kurtheater, das am 1 Juli 2005 neu eingeweiht wird, eigne sich wiederum für kleine Veranstaltungen mit einem festlichen Rahmen mit bis zu 250 Gästen, so Jocher.

Das »Haus des Gastes« solle für Tagungen und Kongresse fit gemacht werden. Doch dafür müsse das Land die entsprechenden Mittel bereitstellen, fügt der Schultes hinzu. Um den Betrieb der Trinkhalle auf eine dauerhafte Grundlage zu stellen, strebt Jocher eine Nutzungsvereinbarung des Fördervereins mit der Stadt sowie mit dem Staatsbad an.