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Presseartikel

Politik gegen Abriss der Trinkhalle

Regierungspräsidium gegen einen Abriss

Karlsruher Behörde in Sachen Trinkhalle auf Seiten der Stadt / Blenke will Vorort-Termin des Petitionsausschusses

Von Wolfgang Krokauer
Artikel aus dem „Enztäler“ vom 28.02.2004

Bad Wildbad. Der CDU-Landtagsabgeordnete und Berichterstatter im Petitionsausschuss des Landtages, Thomas Blenke, will für den Erhalt der Trinkhalle Druck machen. Auch das Regierungspräsidium Karlsruhe ist gegen den Abbruch.

Blenke möchte »so schnell wie möglich« einen Vorort-Termin in Bad Wildbad zusammen mit weiteren Vertretern des Petitionsausschusses sowie Beamten aus dem Finanz- und Wirtschaftsministerium zustande bringen. Dem Ausschuss liegen fünf Petitionen gegen den Abbruch der Trinkhalle vor (der »Enztäler« berichtete).


Obwohl von der Stadt Bad Wildbad kein Geld für die Sanierung des Gebäudes zu erwarten ist, möchte auch die Kommune die Trinkhalle erhalten. Wie der Erste Bürgermeister-Stellvertreter Fritz Eitel mitteilte, sind die Petitionen nach Meinung der Bauverwaltung der Stadt begründet. Nach den Worten des Vize-
Schultes hat die Stadt die Genehmigung zum Abbruch verweigert. Einen entsprechenden Antrag hat die Staatsbad Wildbad Bäder- und Kurbetriebsgesellschaft gestellt. Gegen den Bescheid der Stadt legte die Kurverwaltung Widerspruch ein, den die Stadt jedoch als unbegründet zurückwies.

 

04022801-1Der Petitionsausschuss
macht sich demnächst vor Ort ein Bild
über die Trinkhalle.

Foto: Krokauer

Die Angelegenheit ging deshalb weiter ans Regierungspräsidium Karlsruhe. Wie aus unterrichteten Kreisen verlautete, schloss sich das Regierungspräsidium dem Votum der Stadt an. Auch das Wirtschaftsministerium wird eine Stellungnahme abgeben, das dem Vernehmen nach als vorentscheidend gilt.
Das staatliche Vermögens- und Hochbauamt in Pforzheim jedoch will, dass das Gebäude verschwindet. »Wir betreiben weiter den Abriss der Trinkhalle«, so Amtschef Godehard Sicheneder. »Die Rettungsversuche stehen auf tönernen Füßen«, findet Sicheneder. Das letzte Wort hat der Petitionsausschuss des Landtages und dort sitzt mit Thomas Blenke ein Fürsprecher der Trinkhalle.