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Trinkhallen - Kurgeschichtliches

Zehn Jahre „Förderverein Trinkhalle Wildbad“ gefeiert

 

Seit zehn Jahren gibt es den „Förderverein Trinkhalle Wildbad e. V.“, der im Oktober 2003 gegründet wurde. Zum Jubiläumsfest hatte der Verein seine Mitglieder, Partner, Freunde und Gönner eingeladen, um gemeinsam in einem offiziellen Festakt den zehnten Geburtstag zu feiern. Im Brunnenpavillon, in dem früher Thermalwasser an Kurgäste für die Trinkkur ausgeschenkt wurde, trafen sich viele Interessierte am vergangenen Freitagabend zu einem Glas Jubiläumssekt.

Thomas Blenke, MdL und ein Teil der Vorstandschaft

Thomas Blenke, Martin Hohloch, Wilfried Rist, Klaus Mack und Konrad Finke (von links) freuen sich darüber, dass der Förderverein mit der Übernahme der Trinkhalle ein Kultur- und Tagungszentrum für Bad Wildbad erhalten und geschaffen hat.

 Vorsitzender Martin Hohloch stellte nach seiner Begrüßung fest, dass – wäre der Verein nicht gegründet und somit die Trinkhalle abgerissen worden – man jetzt wahrscheinlich auf einer grünen Wiese stehen würde, denn ohne den Förderverein Trinkhalle gäbe es dieses Gebäude nicht mehr.
In seinem Rückblick auf die Jahre 2001 bis 2005 berichtete Hohloch nochmals über den Ablauf der Verhandlungen bezüglich diesem, damals dem Land Baden-Württemberg gehörenden, Gebäude. Nachdem die mehr als zwei Jahre dauernden Verhandlungen zwischen Land und Stadt bis 2003 ergebnislos verlaufen waren, votierten rund 3.000 Bürger und Gäste per Unterschrift für den Erhalt der Trinkhalle, und beim Petitionsausschuss gingen fünf Petitionen zum Erhalt der Halle ein. Schließlich kam es zur Vereinsgründung, 2004 wurde ein Nutzungskonzept erstellt, und 2005 ging die Trinkhalle in den Besitz des Fördervereins über. Große finanzielle Investitionen Rund 1,2 Mio. Euro wurden für den Erhalt und die Restaurierung aufgewendet, Dach, Fenster, Elektrik, Küche, Böden, Toiletten, Außenwände usw. wurden repariert, erneuert und saniert. Weitere 0,5 Mio. wurden zur Modernisierung und Nutzbarmachung investiert, für Inneneinrichtung und Bühnentechnik, damit eine optimale Vermarktung möglich wurde.

Im Brunnenpavillon

Aus dem Kulturdenkmal „Trinkhalle“ wurde das „Kulturzentrum Trinkhalle“, eine offiziell genehmigte und zeitgemäße Versammlungsstätte mit 980 Quadratmetern Nutzfläche in der Halle und 500 Quadratmetern im Restaurant. Mehr als 40 große Veranstaltungen werden durchschnittlich hier durchgeführt: Opernaufführungen (Rossini), Konzertveranstaltungen, Tagungen und Konferenzen, Firmenfeste, Jubiläen, Hochzeiten, Partys, Sternfahrten, Ballettauftritte, Schulabschlussfeierlichkeiten, SWR-Sendungen – kurzum der Förderverein ist mit der Auslastung zufrieden. Durch die Multifunktionalität der Trinkhalle, so Hohloch, sei aus einem Synergieeffekt eine Effizienzrendite geworden. Der dritte und letzte Bauabschnitt, der sich vor allem mit dem Außenbereich befasst, wird mit einem Beitrag der Stadt in Höhe von 80.000 Euro gefördert: der Speiseaufzug wird erneuert, im Brunnenkeller ist eine neue Bodenplatte erforderlich und ein Service-Gebäude soll zwischen Trinkhalle und Tunnel entstehen. Wünschenswert sei die Rückkehr des Kurorchesters, das in diesem Jahr erstmals nicht mehr in der Trinkhalle zu hören ist. Hohlochs Dank für die Rettung der Trinkhalle galt allen, die das Projekt ideell, finanziell oder tatkräftig unterstützt haben und dies hoffentlich noch lange tun werden. Sein besonderer Dank galt Wilfried Rist, der in seiner Eigenschaft als Notar die Verträge mit dem Land mitgestaltet hatte. Petition verhinderte, dass ein Bagger anrollt „Was wäre heute, wenn damals nicht eine Menge Aktivbürger da gewesen wären?“

Thomas Blenke, MdL und Schirmherr der Trinkhalle, ging in seinem Rückblick auf die politische Seite des Themas ein, denn man könne „nicht alles hinnehmen, was die Regierung will!“ Die Petition verhinderte, dass ein Bagger anrollte, und er selbst sei unheimlich beeindruckt gewesen, als er feststellte, wie wichtig es sei, sich einzumischen. Blenke dankte allen Mitgliedern für ihren Einsatz, denn damals hätte keiner vermutet, dass aus der Trinkhalle jemals ein Kongresszentrum werden würde. Mit der Kommunalisierung der Kuranlagen, des Kurhauses, des Forums König-Karls-Bad und des gesamten Veranstaltungsbereichs, so Bürgermeister Klaus Mack, habe eine neue Ära für Bad Wildbad begonnen, wobei die Nutzung der Trinkhalle eine besondere Rolle spiele. Die Stadt habe mitfinanziert, ebenso das Land sowie diverse Denkmalschutz- Behörden und Vereinigungen. Er dankte Blenke für die politische Unterstützung. Es sei mehr als bemerkenswert, was hier alles stattfinde, von der großen Oper bis zur Nationalpark-Debatte. Mit der Fertigstellung der Trinkhalle sei das sogenannte Kulturquadrat Realität geworden, und die Anbindung mit der Stadtbahn bzw. dem Parkhaus Kurzentrum (P4) sei ebenfalls ideal. Er wünschte dem Förderverein weiterhin gute Arbeit und dankte allen, die sich für Erhalt und Ausbau der Trinkhalle eingesetzt hätten.

Im Anschluss an den Stehempfang im Brunnenpavillon folgte bei bester Witterung ein gemütliches, musikalisch umrahmtes Terrassenfest im Kurparkrestaurant.

Auf der Terrasse

Vorstand und Beisitzer des Fördervereins Trinkhalle sind derzeit Martin Hohloch (1. Vorsitzender), Hans-Henning Sass (Stellvertretender Vorsitzender), Helmut Bürkle (Stellvertretender Vorsitzender), Martin Koch (Kassier), Joachim Pannasch (Schriftführer), Jürgen Lutz (Veranstaltungsmanager), sowie Jochen Borg, Werner Trigub, Dr. Konrad Finke und Wolfgang Treiber.

Foto mit MdL Thomas Blenke und Artikel (c) Götz Bechtle - Wildbader Anzeigenblatt
Foto Brunnenpavillon und Terrasse Kurparkrestaurant (c) Joachim Pannasch

 

Die Arbeit des Vorstands 2005/2007 im Überblick

Liebe Vereinsmitglieder,
im Vorfeld zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung möchte ich Ihnen einen Überblick über die Arbeit des Vorstands in den Jahren 2005 bis 2007 geben, um Sie zu informieren, da erfahrungsgemäß nicht alle Mitglieder zur Jahresversammlung kommen können und da im November dieses Jahres Wahlen anstehen.Vorweg ist festzustellen: Wir können stolz sein auf das bisher Erreichte. Wie Sie wissen, ist unser Verein nach dem Erwerb der Trinkhalle am 23. Juni 2005 seit nunmehr zwei Jahren – genau gesagt: seit 11. Oktober 2005 – auch im Grundbuch eingetragener Eigentümer der Trinkhalle.

Komplette Vermarktung möglich

Komplette Vermarktung der Trinkhalle jetzt möglich

Finanzen: Ziel ist die „schwarze Null“

Von Götz Bechtle,  Bad Wildbad, Wildbader Anzeigenblatt, 7.12.2011

„Wir haben es geschafft!“ betonte erleichtert der Vorsitzende des Fördervereins Trinkhalle Wildbad e. V. bei der Jahreshauptversammlung inder vergangenen Woche im Kurparkrestaurant. Damit meinte er dieSanierung der Trinkhalle, die vor sechs Jahren vom Verein erworben unddann mit einem Kostenaufwand von rund 1,7 Mio. Euro rundum erneuertwurde, so dass sie nun im Ganzjahresbetrieb zur Verfügung steht. Im Januar 2011 war die Schlussabnahme, und im Frühsommer konnte danndie offizielle Eröffnung gefeiert werden. Inzwischen ist eine neue Hallenbenutzungsgebühr erarbeitet worden, die, so Hohloch, wesentlich günstiger ist, als vergleichbare Hallen in anderen Orten.

Neuwahlen Förderverein

Veränderungen im Gremium der Leitung des Fördervereins Trinkhalle:neu ist Wolfgang Treiber, Martin Hohloch bleibt Vorsitzender, ausscheiden wird Wilfried Rist, und Dr. Konrad Finke gibt sein Amt als Schriftführer ab und ist zukünftig Beisitzer (von links). Auf dem Bild fehlt Marco Schwab.

Der zweite Bauabschnitt, so stellvertretender Vorsitzender Hans-Henning Saß rückblickend, sei mit einem Volumen von 502.000 Euro genau eingehalten worden. Diese Summe setzt sich zusammen aus 188.000 Euro von der Stadt Bad Wildbad, 152.000 Euro vom Landessanierungsprogramm und 162.000 Euro aus dem Ausgleichstock des Regierungspräsidiums Karlsruhe. Damit wurde die Außenfassade und die Veranstaltungstechnik erneuert, der Treppenabgang zu den Toiletten geschaffen, 600 Stühle und 80 Tische gekauft, die Wärmedämmung vervollständigt, acht Parkplätze gebaut, außerdem im Restaurantbereich wichtige Verbesserungen, u. a. eine neue Toilettenanlage, durchgeführt. Jürgen Lutz, zuständig für das Veranstaltungsmanagement konnte stolz auf 23 zum Teil mehrtägige Einzelveranstaltungen im Jahr 2010 (2009: 14) hinweisen. Die Trinkhalle, so Lutz, würde gerne von auswärtigenVeranstaltern aus dem Raum Pforzheim und Stuttgart genutzt, außerdem sei die Trinkhalle auch eine Art Wirtschaftsfaktor für die Stadt geworden.

Finanzen: Ziel ist die „schwarze Null“
Schatzmeister Martin Koch trug den umfangreichen Kassenberichtvor, der durchaus als ausgeglichen bezeichnet werden kann. Das Ziel der„schwarzen Null“ hoffe man, rasch zu erreichen, um für die Zukunft Rücklagen zu bilden.

Sommerfest 2008

Sommerfest mit vielen bunten Lichtern

Artikel aus dem „Wildbader Anzeigenblatt“ vom 02.08.2008

Einen schönen Sommerabend erlebten Kurparkbesucher und Gäste des Kurpark-Restaurants in Bad Wildbad am Samstag beim Sommerfest mit einer bunten Beleuchtung des Trinkhalle-Platzes.

Mit einer Lampionkette geschmückt präsentierte sich das Geländer der Terrasse der Trinkhalle. Eingestimmt auf das Sommerfest wurden die aus dem Kurpark kommenden Besucher mit bunten Lichterbechern schon an der Theaterbrücke.

Fazit vom Akustiktest: Teppich raus!

Mit Muskelkraft den Teppich entfernt

Nachhall in der Trinkhalle bereitet jedoch Probleme / Gebäude soll im November weitgehend fertig sein

Artikel aus der »Der Enztäler« vom 12.08.2006
Von Heinz Ziegelbauer

Bad Wildbad. Gerne hätte der »Förderverein Trinkhalle« den jetzt mit einem größeren Arbeitseinsatz freigelegten und leicht zu reinigenden Steinplatten-Boden in der Trinkhalle belassen. Dagegen spricht allerdings ein Nachhall bei Musikveranstaltungen. Das stellten am Donnerstagabend bei einer Akustik-Probe der Chef des Kurorchesters, Marcel Baluta, und zwei weitere Musiker des Orchesters fest (der Enztäler berichtete).