• Topbanner2

Es geht voran mit der Bewilligung 2. Baubaschnitt

Trinkhalle kann saniert werden

Artikel aus dem „Wildbader Anzeigenblatt mit Calmbacher Bote“vom 06.06.2009

Vorzeitiger Baubeginn vom Regierungspräsidium bewilligt

Seit Monaten arbeiten die Stadt Bad Wildbad und der Förderverein Trinkhalle an einer Umsetzung des zweiten Bauabschnitts der Sanierung der Trinkhalle. Diese Verhandlungen waren nicht ganz einfach, galt es doch, die Finanzierung aus verschiedenen Töpfen sicherzustellen. Jetzt befindet sich das Projekt auf der Zielgeraden. Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat seine Zustimmung zum vorzeitigen Baubeginn erteilt. Bürgermeister Klaus Mack hat deshalb gestern umgehend dem Verein die Freigabe der Finanzmittel zugesagt. Damit kann mit dem zweiten Bauabschnitt nach Unterzeichnung einer formellen Sanierungsvereinbarung begonnen werden.

 

Es liegt ein langer Weg der Arbeit hinter der Stadt und dem Förderverein. Im April 2008 hatten beide gemeinsam mit dem Schirmherrn und Landtagsabgeordneten Thomas Blenke, dem Landrat Hans-Werner Köblitz und dem Regierungspräsidenten Dr. Rudolf Kühner nach Lösungen gesucht, wie die Sanierung der Trinkhalle finanziert werden kann. Kernpunkt der damaligen Überlegungen war, die Sanierung als Maßnahme im Landessanierungsprogramm vorzusehen. Dazu musste allerdings erst sichergestellt werden, dass die Stadtteile Calmbach und Wildbad als neue Stadtsanierungsgebiete mit der notwendigen Finanzausstattung anerkannt werden. Umfassende Voruntersuchungen wurden in die Wege geleitet. Im November 2008 teilte Wirtschaftsminister Ernst Pfister mit, dass die beiden Stadtsanierungsgebiete Wildbad und Calmbach bewilligt sind. Nachdem diese Zusage vorlag, wurde das Projekt Trinkhalle direkt beim Regierungspräsidium Karlsruhe als Landessanierungsmaßnahme beantragt. Mit Schreiben vom 8. April teilte das Regierungspräsidium mit, dass von den 500.000 Euro Gesamtkosten, ein Förderhöchstbetrag von ca. 250.000 Euro anerkannt werden kann. Damit war die erste Hürde genommen.

Zuschussantrag, um Mittel aus dem Ausgleichstock für finanzschwache Kommunen zu erhalten. Beantragt sind hier weitere 215.000 Euro. Die Entscheidung über diesen Zuschussantrag wird voraussichtlich im Juli diesen Jahres erfolgen.

Nachdem der Zuschuss der Fachförderung, also des Landessanierungsprogramms aber zugesagt ist, hatte die Stadt einen vorzeitigen Baubeginn beantragt. Diesen vorzeitigen Baubeginn hat das Regierungspräsidium nun ebenfalls bewilligt. Parallel hatte der Gemeinderat in seiner Sitzung am 19. Mai die Finanzierung der ausstehenden 215.000 Euro für den Fall sichergestellt, sollte der Zuschuss aus dem Ausgleichstock nicht gewährt werden. Dies könnte dann passieren, wenn ein Zuschuss für das beantragte Feuerwehrhaus anstatt der Trinkhalle bewilligt wird. Die Stadt würde in diesem Fall für das Feuerwehrhaus einen höheren Zuschussanteil erhalten und müsste auf den Trinkhallenzuschuss verzichten. Durch die Alternativfinanzierung besteht aber jetzt für den zweiten Bauabschnitt keine Gefahr mehr, so dass der Trinkhallen-Förderverein alle Maßnahmen in die Wege leiten kann, um mit der Sanierungsmaßnahme zu beginnen.

Durch die verschiedenen Zuschussanträge, die Haushaltsmittelbereitstellung und die vielen Verhandlungen war es nicht ganz einfach, das Projekt Trinkhalle auf den Weg zu bringen. Hinzu kam die neue Situation durch das Projekt Feuerwehrhaus. „Trotzdem ist es gelungen, eine Lösung zu finden, was letztendlich der Unterstützung und der flexiblen Beschlussfassung des Gemeinderats zu verdanken ist“, so Bürgermeister Klaus Mack. „Besonders den Zuschussgebern sind wir sehr dankbar. Ich sehe damit das ehrenamtliche Engagement des Fördervereins Trinkhalle in besonderer Weise gewürdigt.“

Mit dem zweiten Bauabschnitt werden die noch bestehenden Missstände beseitigt. Damit wird die Trinkhalle zu einem Kultur- und Veranstaltungszentrum mit bester Infrastruktur für die Region ausgebaut. Mit einem direkten Treppenabgang zu den Toiletten, einer neuen Veranstaltungstechnik und einer neuen Bestuhlung soll die Trinkhalle auf ein den heutigen Anforderungen entsprechendes Tagungs- und Veranstaltungsniveau gebracht werden. Die Sanierung der Außenfassade wird zudem zu einem schöneren Bild des Veranstaltungshauses beitragen.