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Renovierung der Trinkhalle

Um den Bestand der Trinkhalle zu sichern, sind umfangreiche Renovierungen erforderlich.

Den Einladungsschreiben an die Mitglieder zur Jahreshauptversammlung
am 22. November 2007 hat der 1. Vorsitzende Martin Hohloch folgenden Bericht beigefügt:

Die Arbeit des Vorstands 2005/2007 im Überblick

Liebe Vereinsmitglieder,

im Vorfeld zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung möchte ich Ihnen einen Überblick über die Arbeit des Vorstands in den Jahren 2005 bis 2007 geben, um Sie zu informieren, da erfahrungsgemäß nicht alle Mitglieder zur Jahresversammlung kommen können und da im November dieses Jahres Wahlen anstehen.

 

Vorweg ist festzustellen: Wir können stolz sein auf das bisher Erreichte. Wie Sie wissen, ist unser Verein nach dem Erwerb der Trinkhalle am 23. Juni 2005 seit nunmehr zwei Jahren – genau gesagt: seit 11. Oktober 2005 – auch im Grundbuch eingetragener Eigentümer der Trinkhalle. Für die Übernahme der Trinkhalle hat das Land Baden-Württemberg eine Zuwendung, die den eingesparten Abbruch- und Renaturierungskosten weitgehend entsprach, in Höhe von 750.000,- Euro gezahlt, die auf Grund vertraglicher Verpflichtung vorrangig in den Sanitär-, Terrassen- und Restaurantbereich einschließlich der öffentlichen Toilettenanlage zu investieren war. Diese Sanierungsarbeiten sind mit anderen vordringlichen Arbeiten – nicht zuletzt auch mit vielen ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden – im Rahmen des 1. Bauabschnitts mit einem Gesamtaufwand von ca. 1,15 Mio. Euro abgeschlossen.

Die Abfolge der Arbeiten habe ich Ihnen in einer Zeittafel zusammengestellt. Dank der genannten Zuwendung des Landes sowie mit den Eigenleistungen unseres Vereins und mit Fördergeldern aus dem Stadtentwicklungsprogramm war es möglich, das zugehörige Kurparkrestaurant zu verpachten und die Trinkhalle mit einer von vielen Seiten gelobten Innengestaltung eingeschränkt wieder in Betrieb zu nehmen. Ihre Mitgliedsbeiträge und Spenden, sowie die Pachteinnahmen und Mietgebühren machen es möglich, die laufenden Unkosten von ca. 50.000 Euro pro Jahr insbesondere für Energie, Wasser, Instandhaltungen, Versicherungen und Verwaltung zu decken.

Doch wir haben unsere Ziele noch nicht ganz erreicht. Um die Halle uneingeschränkt nutzen zu können, sind in einem zweiten Bauabschnitt noch weitere Investitionen zu leisten. Dazu gehören insbesondere Instandsetzungsarbeiten im Bühnenbereich, eine Behindertentoilette auf der Ebene der Halle, ein Abgang vom Brunnenpavillon zu den darunter befindlichen Besuchertoiletten, ein Stuhllager und eine kleine Theke für die Bewirtschaftung der Halle. Ein Teil dieses Investitionsumfangs ist auch dadurch bedingt, dass das Kulturdenkmal Trinkhalle eine fehlende Stadthalle ersetzen muss. Zu den noch erforderlichen Sanierungsmaßnahmen gehören auch die Erneuerung der Fassade und der Toiletten im Kurparkrestaurant. Da unser Verein die für den zweiten Bauabschnitt benötigten Finanzmittel von ca. 450.000 Euro – das letzte Viertel des Gesamtaufwands für die Sanierung in Höhe von ca. 1,6 Mio. Euro – nicht selbst aufbringen kann, verhandelt der Vorstand hierüber mit staatlichen Institutionen und Stiftungen und bittet auch weiterhin um Spenden.

Für das Kulturleben in unserer Stadt war es wichtig, dass es uns gelungen ist, während der ganzen Umbauphase sowohl das Kurparkrestaurant wie auch die Trinkhalle zur Hauptsaison in Betrieb zu halten, damit der Besucherstrom nicht abbricht. Damit Sie sich ein Bild von der renovierten Trinkhalle und dem Kurparkrestaurant machen können, möchten wir Sie alle zu einer Besichtigungstour unmittelbar vor unserer Hauptversammlung einladen. Ich möchte an dieser Stelle auch die Gelegenheit ergreifen, allen, die zum Gelingen des Projekts „Trinkhalle“ beigetragen haben, meinen außerordentlichen Dank auszusprechen,

und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Ihr Martin Hohloch

Zeittafel 2005/07

Januar 2005:

Insgesamt 220 Mitglieder geben ihre Zustimmung zum Erwerb der Trinkhalle.

23. Juni 2005:

Kaufvertrag mit dem Land Baden-Württemberg nach Zustimmung des Landtags.

11. Oktober 2005:

Eigentumsübergang an den Förderverein Trinkhalle. Die Sanierungsplanungen laufen auf Hochtouren.

Herbst 2005:

Erneuerung und Dämmung der Flachdachterrasse des Kurparkrestaurants, bevor der Winter kommt.

Winter 2005/06:

Erneuerung der gesamten Installationen der Küche des Kurparkrestaurants, Erneuerung der (öffentlichen) Toilettenanlage unter dem Brunnenpavillon.

Frühjahr 2006:

Einbau neuer Küchengeräte, Neugestaltung des Restaurants durch den Pächter Filippo Antona.

1. Mai 2006:

Pünktlich zum Saisonbeginn eröffnet das neu gestaltete Kurparkrestaurant mit Filippo Antona und seiner Mannschaft mit einem Festakt und anschließendem Tanz.

Sommer 2006:

Erneuerung der gesamten Decke der Trinkhalle. Einbau der neuen Fenster und der Glastrennwand zum Brunnenpavillon, Restaurierung der alten Fenster im Brunnenpavillon.

Herbst 2006:

Entfernung des alten Teppichbodens und Aufbereitung der originalen Steinfliesen, Beginn der Elektroarbeiten in der Halle.

Winter 2006/07:

Malerarbeiten in der Trinkhalle, Installation einer Brandmeldeanlage.

Frühjahr 2007:

Wiedereinbau des Trinkbrunnens in die Trinkhalle, Reinigungsarbeiten.

1. Mai 2007:

Offizielle Inbetriebnahme der Trinkhalle als Versammlungsstätte
mit einem großen Festakt.

Fertigstellung des 1. Bauabschnitts.

Herr Hohloch ergänzte diesen Überblick in seiner Rede vor den in der Jahreshauptversammlung anwesenden Mitgliedern u.a. wie folgt:

  • „Zu den Auflagen des Landes gehörte sowohl die Renovierung der Küche des Kurparkrestaurants als auch die Instandsetzung der Außentoiletten. Die Renovierungsarbeiten konnten wir so koordinieren, dass das Kurparkrestaurant pünktlich zum Saisonbeginn am 1. Mai 2006 seine Pforten öffnen konnte. Dabei entschlossen wir uns im Vorstand dazu, die erforderlichen Erneuerungsmaßnahmen vollständig durchzuführen, damit nicht im Nachhinein hohe Investitionen in diesen Bereichen erforderlich werden.
  • Damit die Trinkhalle im Sommer 2006 ihren eingeschränkten Betrieb aufnehmen konnte, mussten zuvor die Fenster und die Innendecke erneuert werden. Bei beiden Gewerken gab es unvorhergesehene Überraschungen zu bewältigen. So war das Landesdenkmalamt mit einem vollständigen Austausch der Trinkhallenfenster nicht einverstanden. Es musste hier ein Kompromiss gefunden werden. Das Ergebnis sehen Sie oben: Die Originalfenster blieben im Trinkhallenpavillon erhalten und wurden zugleich mit einer Glastrennwand vom restlichen Teil der Halle aus energetischen Gründen getrennt.
  • Beim Rückbau der Innendecke zeigte sich, dass die Unterkonstruktion nicht zur Aufnahme der neuen Decke geeignet war und somit ebenfalls erneuert werden musste. Die neue Innendecke ist gedämmt.
  • Im Sommer konnten dann die Abschlussfeiern der Wildbader Schulen und die Konzerte des Kurorchesters für kürzere Zeit (3.-23. Juli) stattfinden, bevor es mit den Renovierungsarbeiten weiter ging. Dabei waren zwei Termine einzuhalten: Für den November hatte sich mit der „Soiree Rossini“ eine hochkarätige Veranstaltung angesagt und die Städtebauförderung verlangte, dass alle Rechnungen, an der die Stadt beteiligt war, bis Mitte Dezember vorzulegen waren.
  • Mit Spannung gingen wir an den Ausbau des Bodenbelags, der aus zwei Teppichböden bestand: dem braunen Nadelfilzboden und dem grünen Tennisboden. Entgegen unserer Annahmen kam der darunterliegende Originalboden fast ohne Beschädigung zum Vorschein. Ursprünglich wollten wir, um die Kosten niedrig zu halten, einen neuen Nadelfilzboden einbringen, doch waren wir alle so von den Steinplatten begeistert, dass wir diesen originalen Boden erhalten wollten. Da wir nicht sicher waren, welche Auswirkungen der veränderte Boden auf die Akustik hatte und wir kein Geld für akustische Maßnahmen hatten, gaben wir ein Akustikgutachten in Auftrag. Nun galt es noch eine Firma zu finden, die den alten Boden aufarbeiten konnte. Wir fanden eine Fachfirma, die unter anderem den Boden der Grabstätte der Lady Di aufgearbeitet hatte, und konnten nach dem positiv ausgefallenen Akustikgutachten den Auftrag erteilen. Damit die Halle für Rossini benutzbar war, musste noch die Beleuchtung installiert werden. Herr Gerlach hat die Bauleitung für das Ingenieurbüro Gerlach für uns als Mitglied dabei kostenlos übernommen. Ihm sei an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt. Der Trinkbrunnen wurde von der Firma Karl Graf GmbH wieder an seinen angestammten Platz gebracht und zusammenmontiert.
  • Nun konnte am 04.11.2006 die „Soiree Rossini“ in der Halle stattfinden. Herr Wohlfahrt konnte mit seiner Mannschaft die neue Küche benutzen, von der er übrigens positiv angetan war.
  • Nachdem die Halle geräumt war, gingen die Elektroarbeiten weiter, die sich auf die Brandmeldeanlage konzentrierten.
  • Im Anfang 2007 stand der Innenanstrich, der hauptsächlich in Eigenleistung geschehen sollte, auf dem Programm. Bei der Größe der Halle zeigte sich jedoch bald, dass wenn man den Eröffnungstermin halten wollte, noch professionelle Unterstützung von Nöten war.

Am 1. Mai 2007 war es dann so weit:

Die Trinkhalle wurde mit einer Auftaktveranstaltung des SWFs als Versammlungsstätte offiziell in Betrieb genommen. “